Klimaschutz
Klimaschutz:
Zuständigkeiten:
Seit März 2020 ist die Gemeinde Langgöns Klima-Kommune und verfolgt damit das Ziel ihren kommunalen Energiebedarf zu mindern, die Energieeffizienz zu erhöhen, regenerative Energieträger verstärkt einzusetzen und Treibhausgasemissionen einzusparen. Mit der Unterzeichnung der Klima-Charta hat sich Langgöns verpflichtet, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden. Dieses Klimaschutzziel möchten wir gemeinsam mit den Bürgern umsetzen.
Klimaschutz - Eine kommunale Herausforderung
Langgöns gehört zu den Kommunen in Hessen, die schon seit einigen Jahren das Ziel verfolgen, ihren kommunalen Energiebedarf zu mindern, die Energieeffizienz zu erhöhen, regenerative Energieträger verstärkt einzusetzen und Treibhausgasemissionen einzusparen. Zur Unterstützung und Verfolgung dieser Ziele wurde nun die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen.
Seit Oktober 2025 agiert Larissa Winter als Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Langgöns. Neben der Umsetzung von investiven Maßnahmen übernimmt die Klimaschutzmanagerin auch die Akquirierung von Fördergeldern für die entsprechenden Projekte und Maßnahmen. Außerdem ist sie für die Organisation von Veranstaltungen und Ausstellungen und für Schulungsangebote in Schulen/Kindergärten/Vereinen zuständig und bildet als Ansprechpartnerin in Sachen Klimaschutz die Schnittstelle zwischen Bürgern, Unternehmen und Verwaltung.
Klimawandel
Das Klima auf der Erde ist regional unterschiedlich ausgeprägt. Ursachen dafür sind natürliche Faktoren wie die geographische Breite, die Nähe zum Meer, die Höhenlage sowie die Lage zu Gebirgen und die jeweilige Bodenbedeckung. Zusätzlich wird das Klimasystem durch natürliche Kreisläufe beeinflusst, insbesondere durch die atmosphärische Zirkulation, Meeresströmungen und den Wasserkreislauf.
Der Klimawandel entsteht vor allem dadurch, dass der Mensch zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre bringt. Diese stammen insbesondere aus der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas, aus Industrie und Verkehr sowie aus der Landwirtschaft. Dadurch verstärkt sich der natürliche Treibhauseffekt, der die Erde eigentlich lebensfreundlich warm hält.
Natürliche Kohlenstoffsenken wie Ozeane und Böden nehmen zwar weiterhin einen Teil des ausgestoßenen Kohlendioxids auf, ihre Aufnahmefähigkeit ist jedoch begrenzt und verändert sich durch die Erwärmung. Dadurch verbleibt mehr CO₂ in der Atmosphäre, was die Erwärmung zusätzlich verstärkt.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits heute weltweit und auch in Deutschland spürbar. Hitzewellen treten häufiger und intensiver auf, Trockenperioden dauern länger an und Starkregenereignisse nehmen zu. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel an und das Risiko für Überschwemmungen und andere Extremwetterereignisse wächst.
Die aktuellen Messdaten verdeutlichen die Dynamik des Klimawandels: Die Jahre 2023, 2024 und 2025 waren weltweit die drei wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dabei war das Jahr 2024 mit einer globalen Durchschnittstemperatur von rund 1,55 °C über dem vorindustriellen Niveau das bislang wärmste jemals gemessene Jahr. Gleichzeitig zählen die Jahre 2015 bis 2025 insgesamt zu den elf wärmsten Jahren der Messgeschichte.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen außerdem, dass eine weitere Erwärmung das Risiko von tiefgreifenden und teilweise unumkehrbaren Veränderungen im Klimasystem erhöht. Dazu gehören unter anderem das Auftauen von Permafrostböden, das Abschmelzen großer Eismassen sowie Veränderungen in Ökosystemen. Diese Prozesse können die Erwärmung zusätzlich verstärken und ihre Folgen weiter verschärfen.
Quellen:
https://www.bpb.de/themen/politisches-system/politik-einfach-fuer-alle/332923/wie-der-klimawandel-funktioniert/ (zuletzt abgerufen am: 03.07.2026)
https://apps.climate.copernicus.eu/global-temperature-trend-monitor/?tab=plot (zuletzt abgerufen am: 03.07.2026)
https://climate.copernicus.eu/sites/default/files/custom-uploads/GCH-2025/GCH2025-full-report.pdf (zuletzt abgerufen am: 03.07.2026)
https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/chapter/chapter-9/?utm_source=chatgpt.com (zuletzt abgerufen am: 03.07.2026)
https://wmo.int/news/media-centre/wmo-confirms-2024-warmest-year-record-about-155degc-above-pre-industrial-level?utm_source=chatgpt.com (zuletzt abgerufen am: 03.07.2026)
https://wmo.int/news/media-centre/wmo-confirms-2025-was-one-of-warmest-years-record?utm_source=chatgpt.com (zuletzt abgerufen am: 03.07.2026)
Konzepte Klimaschutz
Mit dem Masterplan 100% Klimaschutz Landkreis Gießen wurde der Grundstein für die strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen innerhalb des Landkreises Gießen, so auch in der Gemeinde Langgöns, gesetzt.
www.klimaschutz-lkgi.de/ecm-politik/lkgi/de/home/file/fileId/99/name/Masterplan_100%25_Klimaschutz
Er verdeutlicht kommunalen und auch anderen Entscheidungsträgern, welche technischen und wirtschaftlichen CO₂-Minderungspotenziale bestehen und welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO₂-Emissionen einzusparen und den Energieverbrauch zu senken.




